Atelier “Gleis 3”
Bärbel Ludwig

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Bärbel Ludwig

Es ist ein Abenteuer

Als Kind wollte sie Tänzerin werden. Doch als Flüchtlingsfamilie mit vier Kindern hatten ihre Eltern nicht die Mittel, ihr dies zu ermöglichen. Sie wollte immer etwas Raumgreifendes tun, so wie das Tanzen einen Raum in Besitz nimmt. So hat Bärbel Ludwig den Ton als Arbeitsmaterial für sich entdeckt. Begonnen hat sie mit der Drehscheibe. Mit Aufbautechnik formte sie erste Gefäße. Doch dann besuchte sie ein Seminar für Plastisches Gestalten. „Ich wusste, das ist es“, erinnert sie sich heute. „Es ist ein völlig anderes Arbeiten.“ Der Ton wird gewalkt und geformt und in aufwändiger Arbeit gestaltet. „Der Ton hat auch seinen eigenen Willen“, sagt BSkulptur Großärbel Ludwig lachend. Manchmal wäre man gezwungen, diesem nach zu geben. „Man hat eine Grundidee, wo man hin will, aber man weiß nicht, wo man ankommt“, beschreibt sie ihr kreatives Schaffen. Dabei sei es schön zu erleben, wie ein Werk wächst. „Wenn es anders wird, ist es auch gut.“ So sei ihre Arbeit immer spannend. „Es ist ein Abenteuer.“ Ihre Grundideen entstehen meist beim Telefonieren. Denn dabei krittelt sie immer irgendwelche Formen auf alles, was sie findet. „Manchmal auch auf Dinge, die eigentlich nicht bekrittelt werden sollten“, gesteht sie. Diese Formenauswahl ist für sie eine erste Grundlage. „Für mich ist die Form wichtig“, erklärt die Künstlerin. „Ich bin ein Mensch, der nicht durch Details ausdrückt.“ WSkulptur Fruchtie lange sie für eine Skulptur braucht, sei davon abhängig ob der feuchte Ton tut, was sie will. Dabei ist natürlich viel Geduld nötig. „Und die hab ich“, betont Bärbel Ludwig. „Es ist immer eine Zwiesprache mit dem Ton.“ Ob ein Werk fertig ist, erfühlt die Künstlerin mit den Fingerspitzen. Wenn es dann soweit ist, sei es ein glückliches Gefühl. „Nicht die Freude über Äußeres“, beschreibt sie, „sondern man ist dann wirklich bei sich.“ Bärbel Ludwig arbeitet auch gerne mit Kindern und freut sich über ihr großes Atelier in den Güterhallen, das sie nicht nur für die Ausstellung eigener Werke nutzt. „Ich wollte einen Raum, der Raum schafft.“ So organisierSkulptur Kopft sie immer wieder Veranstaltungen mit anderen Künstlern, wie Konzerte, Tanzvorführungen, Lesungen. Auch Bilderausstellungen macht sie möglich. Dabei genießt sie nicht nur die Musik und den Tanz, sondern auch den Umgang mit den verschiedenen Künstlern. „Wenn ich ein Ziel habe, dann geb ich nicht so schnell auf“, sagt Bärbel Ludwig. „Ich will nicht mit 80 Jahren dasitzen und sagen müssen: Du hast dich nicht gelebt.“

 

 

 

Skulptur Liegend

 

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